Freies Radio

Arbeit, Volksgemeinschaft, abstrakte Globalisierungsgegnerschaft und Feindkonkretion
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Michael Koltan portraitiert in dieser ersten von drei Folgen die Denker W.I. Lenin, Georg Lukacs und Max Horkheimer. Um die Geschichte der Dialektik geht es dab

In einer Folge von Beiträgen werden eine Reihe unterschiedlicher Konzepte von Dialektik (und Anti-Dialektik) vorgestellt und diskutiert. Dabei sollen nicht nur die Vorstellungen von Marxisten wie Lenin, Lukács, Horkheimer, Marcuse, Sartre und Adorno referiert werden, sondern auch prominente Antikommunisten wie Heidegger oder Foucault ihr Fett wegbekommen. Was sich zunächst wie eine mehr oder minder willkürliche Aufzählung anhört, dient nicht irgendeinem marxistischen Pluralismus, wo sich dann am Schluss jeder das herauspicken kann, was ihm in den Kram passt. Vielmehr werden die unterschiedlichen theoretischen und — damit verbunden — politischen Positionen abgeklopft werden.


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http://www.aff-bawue.org/querfunk-sachzwang.html
Die Wiederholung der Abendsendung
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Ein Mangel an Entfremdung von Deutschland

Seit Dezember, als die internationale Gesprächssimulation beendet wurde, ist der Konflikt um das Kosovo wieder tagesaktuell geworden. Seitdem läuft neben aktuellen Beiträgen das recycling alter Wissensbestände.
Einige Medien scheinen einen Krieg herbeisenden und -schreiben zu wollen, als gelte es immer noch, Serbien in die Knie zu zwingen (Klaus Kinkel 1992) – man verzweifelt schon wieder an dem Land (taz 19.12.07). Der letzte Kampf um die Sezession des Kosovo wurde als Krieg gegen die Bevölkerung der damaligen BR Jugoslawien geführt. Im Zuge der Universalisierung des Holocaust wurde der Krieg international zur Verhinderung eines erneuten Auschwitz geführt, in Deutschland aber wurde aus skandalisierenden Metaphern, Chiffren und Symbolen „das Deutsche in Serbien“ (taz 17.04.1999) und aus den Serben Hitlers eigentliche Vollstrecker. Teile der jugoslawischen und serbischen Bevölkerung befanden sich als Flüchtlinge, als ehemalige GastarbeiterInnen oder als deren Nachkommen in Deutschland. Kennzeichnend für die Situation der sich im Akt der Gewalt mit Jugoslawien identifizierenden Bevölkerung war „das Fehlen jeglicher Solidarität“, wie Café Morgenland 1999 schrieb, da die Menschen aus der „Einheitsfront aus 19 Ländern“ Partei gegen sie ergriffen: „Nahezu alle Bevölkerungsschichten und Ideologien in nahezu allen Ländern, nahezu alle sog. radikal linken Persönlichkeiten weltweit, wetteiferten um öffentliche Aufforderungen, ‚die Serben‘ zu bombardieren, während sie sich mit CNN-Bildern und anderen Rauschmitteln aufputschten“ (köXüz 12).
Die Wiederholung des Gesprächs mit AktivistInnen unterschiedlicher jugoslawischer Herkunft und antideutscher Linker vom 28. Juni 1999, 18 Tage nach Beendigung des 79nächtigen Bombardements, erinnert an die damit verbundenen NichtAuseinandersetzungen. Im Zentrum steht das Verhältnis von deutschen Linken und Gruppen oder Personen aus dem ehemaligen, früheren, ex- und alten Jugoslawien. In zum Teil sehr persönlichen Statements erzählen die verschiedenen AkteurInnen von ihrer politischen Arbeit in Deutschland: Ein Redakteur des izi-magazins im fsk berichtet von den verschiedenen Aktivitäten der „Interessensgemeinschaft der Flüchtlinge“ (izi) im Kampf gegen Abschiebungen bosnischer Flüchtlinge. Eine Aktivistin des yukom und spätere Redakteurin des yukom-Radio im FSK berichtet von der Arbeit des „Jugoslawienkomitees“ während der Bombardierungen, das eine Öffentlichkeit für Antikriegsgruppen im der BR Jugoslawien herstellte. Ein in verschiedenen Gruppen tätiger Aktivist berichtet von der Organisierung von Protest gegen den NATO-Krieg durch Menschen aus den (ex)jugoslawischen Republiken und anderer Herkunft quer zu politischen Haltungen. Die Moderatorin und der Aktivist aus der Linken in Deutschland berichten von der Nichtaktivität deutscher auch radikaler, autonomer Linker und den Abgrenzungen gegen die Bevölkerung des bombardierten Landes. Fragen und Antworten kreisen um die Problematik nationaler, kultureller, ethnischer SelbstDefinitionen; es wird dabei der Versuch unternommen, die SelbstEthnisierungs-Problematik nicht lediglich an ‚den anderen‘ durchzuexerzieren, sondern deutsche kulturelle Eigenarten zu benennen: den Mangel an Entfremdung von Deutschland, die Unfähigkeit zur Identifikation mit nichtdeutschen Opfern von Bomben. Aktuell ist die Auseinandersetzung mit einem antinationalen Diskurs, der viel vom serbischen Nationalismus spricht, vom kosovoalbanischen Nationalismus nicht, und der von der Normalität der Vergesellschaftung als StaatsbürgerIn eines vollsouveränen großmächtigen Deutschlands schweigt.


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FSK Live Berichte zur Hamburger Bürgerschaftswahl. Studiotelefonnummer: 040-43250046
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Eine Sendung über die Beständigkeit des reaktionären Ressentiments im deutschen Hip-Hop.
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siehe auch TM v. 26.12.2007
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http://www.studienbibliothek.org/
Recorder anschmeissen und aufnehmen! Playlist unter promo-tape {at} gmx.de
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