Lorettas Leselampe

11.05.2008 - 17:00
11.05.2008 - 20:00
Kurzbeschreibung: 
Die Leselampe goes Camera obscura. Jedenfalls in der ersten Stunde: Von Fußball, Surrealismus, Hip Hop, Eiskunstlauf und Häuserkampf. Beim Hamburger Filmkollektiv „die thede“ ist zur Zeit einiges los: Alexandra Gramatke, Ko-Regisseurin von „Dynamo Kiew. Legende einer Fußballmannschaft“, ist neue Geschäftsführerin der Hamburger Kurzfilmagentur. Maria Hemmleb, viel beschäftigte Cutterin und Regisseurin von „Eisfieber“ dreht gerade einen neuen Film, Jens Huckeriedes „Return of the Tüdelband“ tourt durch die Kinos und Christian Bau („Eiffe for President“) hat sich mit seinen Filmen „Die kritische Masse“ und „Axensprung“ zum Chronisten des unabhängigen Kinos in Deutschland gemacht. Zu Gast sind heute VertreterInnen der thede, von denen wir mehr über Geschichte und Selbstverständnis des Projekts und zum Arbeiten im Kollektiv erfahren wollen. Obwohl der Film die kollektivste aller Künste ist, steht meistens die Regisseurin oder der Regisseur eines Films im Mittelpunkt. Das kollektive Arbeiten innerhalb der thede erscheint dagegen wie eine Band, bei der die Mitglieder gelegentlich ihre Instrumente wechseln: wer zuvor Regie geführt hat, sorgt nun für den Schnitt, um im nächsten Projekt hinter der Kamera zu stehen. Wie kollektiv sind eigentlich Entstehungsprozess und Durchführung eines Filmprojekts? Gibt es so etwas wie eine typische „Handschrift“ der Gruppe? Wie geht man damit um, dass ein Film häufig als Produkt eines „Autors“ gesehen wird? Schließlich hatte man 1980/81 mit kollektiven Videoarbeiten zu Hausbesetzungen in Hamburg angefangen (u.a. Hospitalstraße, Billrothstraße, Amandastraße). Wie sieht man das Verhältnis von Dokumentation und Intervention? Und wie hat sich die politische Auseinandersetzung (in) der Gruppe mit den Jahren verändert?
EMail zur Sendung: 
leselampe {at} fsk-hh [dot] org

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