Jenseits der Geschlechtergrenzen: Kritische Männlichkeitsforschung

18.06.2012 - 14:00
18.06.2012 - 15:30
Kurzbeschreibung: 
Vortragdokumentation aus der "Jenseits der Geschlechtergrenzen" - Vorlesung, weitere Infos findet ihr unter: http://agqueerstudies.de/
Beschreibung: 

Im Juni beschäftigen wir uns mit der Kritischen Männlichkeitsforschung. V.a. die Trope "Krise der Männlichkeit" wollen wir hierbei kritisch in den Blick nehmen.

Im Mittelpunkt der zweiten Sendung hierzu soll eine Erstveröffentlichung des im Mai gehaltenen Vortrags von Paul Scheibelhofer aus Wien stehen:

Begehren, Gewalt und die Krisen des ‘unmarkierten Geschlechts’ : Zugänge einer kritischen Männlichkeitsforschung

Aus dem Abstract
Das Reden von der "Krise des Mannes" ist so populär wie problematisch. In diesem Vortrag wird zunächst ein kritischer Blick auf den dominanten Männerkrisen-Diskurs und dessen Effekte geworfen. Dabei zeigt sich: der Diskurs zeichnet ein Bild beschädigter "normaler" (heterosexueller, Weißer, Mittelschichts-)Männlichkeit, die es zu "heilen" gilt und propagiert antifeministische backlash-Politiken. Vor diesem Hintergrund wird im Vortrag eine andere, kritische Perspektive auf den Komplex "Männlichkeit und Krise" entwickelt. Homosoziale Räume werden dabei nicht nur als wichtige Instanzen männlicher Vergesellschaftung erkannt, sondern auch als Orte der ambivalenten Regulierung von Sexualität, Begehren und Gewalt. Aus so einer Perspektive wird normative Männlichkeit als intrinsisch krisenhaft erkennbar. Und es ist diese Krisenhaftigkeit, die Ausgangspunkt für emanzipatorische männlichkeitskritische Politiken darstellen kann.

Kontakt: 
queer-ag [at] uni-hamburg [dot] de

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